Bürgeraktion Pro Kultur e.V. Emmerich am Rhein
Veranstaltungen
Lyrik-Performance – Wortkunst, Witz und Musik
mit Reiner Winkels
Eintritt frei!
Es wird um eine Spende für die Jugendarbeit des Vereins gebeten.
Datum: Donnerstag, 26. März 2026 um 19.30 Uhr
Ort: Museum PAN kunstforum, Agnetenstr. 2 in 46446 Emmerich
Die Bürgeraktion Pro Kultur lädt sehr herzlich zu einem vergnüglichen und humorvollen Abend ins Museum PAN ein.
„„Es ist ein Gedicht!“ Dieser Satz drückt Begeisterung aus, und es ist das Anliegen von Reiner Winkels, den Genuss beim Wahrnehmen
lyrischer Sprache auch in Emmerich erfahrbar zu machen.
Die Auswahl der Gedichte umfasst einen bunten Strauß, und da ist auch viel Bekanntes dabei.
So geht es los mit Balladen-Klassikern wie der „„Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, „„John Maynard“, „„Nis Randers“ oder „„Der Knabe im Moor“.
Bei den Gedichten zu Tieren darf natürlich Rilkes „„Der Panther“ nicht fehlen, ebenso wenig die Lyrik des Romantikers Eichendorff, wenn es um das Motiv der Nacht geht.
Es geht zurück bis in die Epoche des Barock, und die ironischen Gedichte eines H. Heine haben es Winkels besonders angetan.
Und er ist sich sicher: „„Es ist auch etwas dabei, was garantiert noch niemand gehört hat“.
So gibt es auch Sprachspielerisches und sogar einen kleinen Abstecher ins Niederländische.
Das Besondere ist: Bei Winkels wird nichts gelesen, alle Gedichte werden ‚performed‘, d.h. aus dem Kopf und unter dem
Einsatz jeweils passender sprachlich-theatraler Gestaltungsmittel erfahrbar gemacht.
Winkels kommt hier seine Vorerfahrung als Theaterschaffender im schulischen Kontext zugute.
Das Publikum wird in den Bann geschlagen und erlebt Lyrik-Genuss mit Wortwitz und Musik pur.
Jenny Aloni – Leben | Werk | Wirkung einer jüdischen Schriftstellerin
Dialogische Lesung mit Prof. Walter Gödden und Carsten Bender
Datum: Mittwoch, 20. Mai 2026 un 19:30 Uhr
Ort: Museum PAN kunstforum, Agnetenstr. 2 in 46446 Emmerich
Eintritt frei! Es wird um eine Spende für die Kinder- und Jugendarbeit gebeten.
Die Bürgeraktion Pro Kultur lädt alle Interessierten sehr herzlich zu einer spannenden Lesung ins Museum PAN ein.
In einer dialogischen Lesung werden der Literaturwissenschaftler Prof. Walter Gödden und der Schauspieler Carsten Bender aus
„„Jenny Aloni – Leben | Werk | Wirkung einer jüdischen Schriftstellerin“ vortragen.
„„Um zu erleben, was Geschichte ist, muss man Jude sein“, sagte die in Paderborn geborene jüdische Schriftsellerin Jenny Aloni (1917-1993).
Carsten Bender und Prof. Walter Gödden widmen sich in der dialogischen Lesung dem literarischen Schatz der deutsch-israelischen Autorin.
Aloni verfasste bereits seit ihrer Jugend in Deutschland literarische Texte und führte fast lebenslang ein Tagebuch.
Geboren als Jenny Rosenbaum hegte die Tochter eines Kaufmanns bereits mit 14 Jahren den Wunsch, Deutschland zu verlassen und nach Palästina auszuwandern.
1939 gelang ihr dieser Schritt: Sie verließ mit einem Transport jüdischer Kinder und Jugendlicher das Land und lebte bis zu ihrem Tod mit kurzen Unterbrechungen in Israel.
Auch nach ihrer Auswanderung bleibt sie dem Schreiben in deutscher Sprache treu.
Ihre Kindheits- und Jugenderfahrungen im Dritten Reich aber auch die Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft und der jüdisch-palästinensische Konflikt sind Themen,
die sie in ihren Gedichten, Erzählungen und Romanen aufgreift. Für die Aufarbeitung jüdischen Schicksals findet sie eine eigene, ausdrucksstarke Sprache.
Schülerfahrt zum Anne-Frank-Haus in Amsterdam
Datum: September 2026 (Datum folgt)
50 Schülerinnen und Schüler der Städt. Gesamtschule, des Willibrord Gymnasiums und des Förderzentrums Grunwald fahren zum Anne-Frank-Haus in Amsterdam.
Ausstellung vom 4.Okt. bis 22. Dez. 2026
„„Donata Helmrich“ - Mail-Art Collagen von Klaus Cordes
- Eine Geschichte von Mut und Menschlichkeit -
Datum:(Eröffnung) Sonntag, 4. Oktober 2026 (Uhrzeit folgt)
Ort: Museum PAN kunstforum, Agnetenstr. 2 in 46446 Emmerich
Eintritt frei!
Die Bürgeraktion Pro Kultur lädt zur Ausstellung mit Werken des Bocholter Künstlers Klaus Cordes ins Museum PAN herzlich ein.
Mit seiner Serie „„Donata“ hat der Künstler Donata Helmrich, die während des Zweiten Weltkriegs zahlreichen jüdischen Verfolgten das Leben rettete, mittels Mail-Art eine künstlerische Hommage erwiesen.
Donata Helmrich (1900-1986) wurde von der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als „„Gerechte unter den Völkern“ geehrt.
Trotz der Gefahr für ihre vierköpfige Familie versteckte sie jüdische Frauen im Bunker ihres Hauses und half ihnen mit gefälschten Papieren oder Arbeitsplätzen.
Ihre Unbeugsamkeit wird durch das Motto auf ihrem Gedenkstein in Berlin treffend zusammengefasst: „„Besser unsere Kinder haben tote Eltern als feige Eltern.“
Nach dem Krieg blieb sie gesellschaftlich engagiert und arbeitete unter anderem als Dolmetscherin für den deutschen Bundeskanzler Adenauer und weitere hochrangige Politiker.
Der Künstler Klaus Cordes hat die Geschichte von Donata Helmrich in eine Serie von etwa 50 Kunstwerken übersetzt.
Dabei nutzt er die Technik der „„Mail-Art“: Collagen, bei denen die offizielle Porträtbriefmarke der Deutschen Post mit fotografischen Hintergründen kombiniert wird. Die Ausstellung leistet mehr als nur eine historische Dokumentation.
Sie bringt uns die Person Donata Helmrich näher und schlägt eine Brücke zur Aktualität.
Die selbstlose und gefährliche Hilfe für Opfer von Unrecht ist laut Cordes auch in der heutigen Zeit ein notwendiges Vorbild.
Klaus Cordes war bereits mit mehreren Ausstellungen im Museum vertreten. Mit der Serie „„Donata“ kehrt der Künstler nun ins PAN zurück und erzählt eine Geschichte von Mut und Menschlichkeit.
Fortsetzung der Veranstaltungsreihe
„„Mein Lieblingsbild“
Vier Emmericher Persönlichkeiten stellen ihre Lieblingswerke vor.
Natürlich dürfen es auch Plakate, Skulpturen oder Künstlerbücher sein.
Eintritt frei. Es wird um eine Spende für die Jugendarbeit des Vereins gebeten.
Datum: Mittwoch, 14. Oktober 2026 um 19:30 Uhr
Ort: Museum PAN kunstforum, Agnetenstr. 2 in 46446 Emmerich
Emmerich. Meisterkoch Johann Lafer war von Michelangelos Monumental-Fresko „„Die Erschaffung Adams“ (1511/1512) in der Sixtinischen Kapelle auf Anhieb ergriffen.
Der Musiker und Moderator Götz Alsmann etwa hält den „„Garten der Lüste“ (um 1500) von Hieronymus Bosch für das „„genialste Gemälde aller Zeiten“.
Doch nicht nur bundesweit bekannte Prominenz, sondern wohl jeder hat einen Lieblingsmaler oder sogar ein Lieblingsbild.
Die Bürgeraktion Pro Kultur fragt zum dritten Mal bekannte Emmericherinnen und Emmericher nach ihrem ganz persönlichen Lieblingswerk.
Die Referentinnen und Referenten sind von Haus aus keine Kunsthistoriker, aber doch mehr als nur Kunstkonsumenten.
Diesmal eingeladen wurden Bürgermeisterin Claudia Lindlahr, der frühere Erste Beigeordnete der Stadt Emmerich, Dr. Stefan Wachs, Stadtdechant und Pfarrer Bernd de Baey und das Pro Kultur-Mitglied und ehemalige Vorsitzende des Freundeskreises King's Lynn, Brita Buckermann.
Die vorgestellten Objekte müssen nicht immer nur Gemälde sein, es können auch Skulpturen, Bauwerke, Graphiken, Graffitis oder Plakate sein.
Was sie an diesem Abend präsentieren werden, sei hier noch nicht verraten.
Lassen Sie sich überraschen! Es wird eine kurzweilige und informative Veranstaltung, auf der man etwas mehr über die vier Persönlichkeiten erfährt.
Freuen Sie sich also auf einen vergnüglichen und interessanten Spaziergang durch die europäische Kunstgeschichte!
Die Veranstaltung wird wieder moderiert von Pro Kultur-Mitglied Norbert Kohnen.
Rückblick
Schülerinnen und Schüler bei der Vorab-Information zur Amsterdam-Fahrt im PAN mit der Pro Kultur-Vorsitzenden Irene Möllenbeck
Entree Anne Frank-Haus in Amsterdam
Schülerfahrt zum Anne-Frank-Haus und zur Portugiesischen Synagoge nach Amsterdam im Juni 2024
Emmerich/Amsterdam. Kurz vor acht Uhr ging es endlich los. Fast 50 Emmericher Schülerinnen und Schüler vom Förderzentrum, der Gesamtschule und dem Gymnasium trafen sich am Geistmarkt, um gemeinsam einen Tagesausflug nach Amsterdam anzutreten. Möglich gemacht hatte dies die Bürgeraktion Pro Kultur, die die Exkursion nicht nur inhaltlich vorbereitet, sondern auch sämtliche Kosten übernommen hatte. Großzügig gesponsert hatte die Tagestour der Lions-Club Emmerich-Rees. „Hintergedanke der Fahrt war, auf Basis der Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte und der Shoah, auch für aktuelle Themen wie Antisemitismus und demokratische Teilhabe zu sensibilisieren“, so Gymnasiallehrerin Astrid Haumer.
Vorbereitet wurden diese komplexe Ziele mit einem Besuch im PAN. Dort durften die teilnehmenden Jugendlichen dank der spannenden Ausführungen der Pro-KuItur Vorsitzenden Irene Möllenbeck und Ute Wins-Jansen und anhand der zahlreichen Exponate im Jüdischen Kulturraum bereits in die Geschichte der Emmericher Juden eintauchen.
In Amsterdam wurde dann zunächst das Anne Frank-Haus besucht. Bevor die kleinen Räume des „Hinterhauses“, in dem sich Anne mit ihrer Familie und vier weiteren Menschen während des Zweiten Weltkriegs versteckt hatte, erkundet wurden, erfolgte eine interessante Einführung in das Leben des jüdischen Mädchens aus Frankfurt am Main, dessen Tagebuch bis heute erschüttert. „Mit diesem Hintergrundwissen gewappnet, war es beeindruckend und beklemmend zugleich, sich vorzustellen, dass man Räumlichkeiten betrat, in denen sich Menschen über zwei Jahre verstecken mussten, um dann letztlich doch noch von den Nazis gefunden und getötet zu werden“, so Haumer.
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Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter in die Portugiesische Synagoge.
Das Gebäude, das im 17. Jahrhundert gebaut wurde, war zum damaligen Zeitpunkt das größte jüdische Gotteshaus der Welt, und es wird noch immer genutzt. Dank des Audioguides erschlossen sich dem Betrachter viele bauliche und kulturelle Besonderheiten, und so bildete die Erkundung der Synagoge den gelungenen Abschluss eines aufregenden Tages.
Einladung zur Holocaust-Gedenkfeier am 27. Januar 2024
Gerade in diesen unruhigen Zeiten, in denen Jüdinnen und Juden offen bedroht werden, durch antiisraelische Protestaktionen tief verunsichert sind und rechtsradikale Gruppierungen offen über massenhafte Deportationen von Menschen mit ausländischen Wurzeln debattieren, ist es wichtig deutliche Zeichen gegen Antisemitismus und für unsere freiheitlich-demokratische Ordnung und Zukunft zu setzen.
Die Bürgeraktion Pro Kultur und die Stadt Emmerich am Rhein laden gemeinsam alle Interessierten sehr herzlich zur diesjährigen Holocaust-Gedenkfeier ein. Die Veranstaltung findet statt:
Samstag, 27. Januar 2024 um 11 Uhr am Gedenkstein auf dem Friedhof (Friedensstraße, am Eingang links halten)
Im Beisein von Bürgermeister Peter Hinze werden Schülerinnen und Schüler des Willibrord Gymnasiums, der Städt. Gesamtschule und des Förderzentrums Grunewald mit Text- und weiteren Beiträgen die kleine Feier auf dem Friedhof gestalten





